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Welche Kriterien spielen beim Kauf eines Sofas eine Rolle?

Ein Sofa bildet das zentrale Element eines Wohnzimmers. Vom schlichten Zweisitzer bis zum Designerobjekt – es wird ein breites Sortiment an Modellen angeboten, die sich voneinander in Stil, Farbe, Konstruktion und Material abheben. Wenn Sie ein neues Sofa kaufen möchten sollten Sie sich unbedingt in eBays großen Angebot an Sofas und Sesseln umschauen. Doch es kommt beim Kauf nicht allein auf das Aussehen an. Das Sofa sollte einem regelmäßigen Gebrauch standhalten. Die Anforderungen an Rahmen, Polster, Bezug und Unterfederung sind hoch. Sieht man von Unterschieden in der Ausstattung ab, lassen sich Qualitätsunterschiede anhand folgender Kriterien feststellen:
1. Eine gute Verarbeitung für langlebige Polstermöbel

Eine hochwertige Verarbeitung unterscheidet ein Qualitätsprodukt von einem minderwertigen Sofa. Bereits beim ersten Sitzen zeigt sich schnell, was ein Qualität-Polstermöbel ausmacht.
Rahmenkonstruktion

Grundlage eines Sofas oder einer Sitzgruppe ist die Rahmenkonstruktion. Die tragenden Teile des Skeletts sind aus formbeständigem Massivholz gefertigt. So halten sie der Dauerbelastung stand. Die einzelnen Hölzer sind sicher miteinander verdübelt, verschraubt oder verzapft. Stellen, die im täglichen Gebrauch besonders beansprucht werden, erhalten eine abgerundete Form. Das verhindert ein Durchscheuern des Gestells. Bei der Herstellung werden nur schadstofffreie Leime verwendet.
Unterfederung

Die Unterfederung ist maßgeblich für den Sitzkomfort verantwortlich. Sie ist die Basis der Polsterung und befindet sich an der Rahmenkonstruktion. Meist sorgen Stahlwellenfedern im Sitz für einen bequemen Komfort. Für die Lehne werden elastische Gurte verwendet, die über den Rahmen gespannt werden. Dieser Unterbau gibt der Polsterung den nötigen Halt. Um ein Durchdrücken der Stahlfedern, Geräuschbildung und Abrieb zu verhindern, werden die Federn mit Matten aus natürlichen Materialien abgedeckt. Dazu gehören Leinen, Kokos, Kork oder Filz.
Polster

Eine gute Polsterung besteht aus mehreren Lagen. Die unterste Schicht bildet eine Lage Federkern oder Kammern. Darauf werden atmungsaktive Schaumstoffe in unterschiedlichen Härtegraden in mehreren Schichten übereinandergestapelt. Differenzierte Härtegrade kommen den Anforderungen an eine Qualitätscouch entgegen: Sie soll zugleich weich und stabil sein. Die letzte Schicht der Polsterung bildet ein Polyestervlies, das als Pufferung zwischen Polsterung und Bezug dient.
Bezug

Welchen Bezug Sie wählen, ist reine Geschmackssache. Insbesondere wenn es um die Wahl zwischen Leder und einem textilen Polster geht, spielen persönliche Vorlieben eine Rolle. Dabei sind die Eigenschaften der einzelnen Bezüge sehr verschieden. Nicht nur die Nutzeigenschaften, sondern auch das Aussehen beeinflusst die Entscheidung. So lassen sich zum Beispiel großflächige Muster in bunten Farben nur mit einer Stoffcouch realisieren. Zwar gibt es ausreichend Modelle in eingefärbtem Leder, doch nur in Unifarben. Tierhaut wirkt im Gegensatz zu Stoffpolstern temperaturausgleichend, was besonders in den Sommermonaten von Vorteil ist. Bei der Entscheidung für eine textile Variante stehen Natur- oder Kunstfasern zur Verfügung. Wählen Sie den Bezug nach Nutzungseigenschaften und persönlicher Vorliebe. Vor allem für Allergiker zahlen sich Stoffbezüge mit einer schadstofffreien Imprägnierung aus.
2. Pillingbildung und flache Fasern: Gebrauchsspuren der Polster

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Bei einem Qualitätssofa verrutscht auch bei hoher Belastung keine Naht. Der Bezug ist sorgfältig verarbeitet. Je nach Wahl des Stoffes hat man es mit unterschiedlichen Produkteigenschaften zu tun. Die Qualität eines hochwertigen Ledersofas lässt sich leicht erfühlen. Die Oberfläche ist weich, sehr geschmeidig und besitzt eine angenehme Temperatur. Die Stärke der Tierhaut sollte an jeder Stelle des Sofas gleichmäßig groß sein. Im alltäglichen Gebrauch ist das natürliche Material relativ unempfindlich, sofern es nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt wird, welche ein Austrocknen des Leders verursacht.

Höhere Gebrauchsspuren sind bei Stoffbezügen erkennbar. Vor allem samtige Stoffe wie Mikrofasern und Velours verändern sich durch eine regelmäßige Nutzung. Grund sind die langen Flore, die sich nach einiger Zeit flachlegen. Je langfloriger der Bezug ist, desto mehr tritt durch Körperdruck und -wärme ein changierender Effekt auf. Diese Eigenschaft, die das Aussehen je nach Lichteinfall ändert, wird als „Sitzspiegel“ oder „Gebrauchslüster“ bezeichnet. Sie stellt keine Minderung der Qualität dar und wirkt sich nicht negativ auf die Lebensdauer der Polster aus – aber nicht jeder mag Möbel mit deutlichen Gebrauchsspuren.

Flach- und Mischgewebe leiden unter Pillingbildung. Die unschönen, kleinen Stoffknötchen entstehen durch lose Partikel des verwendeten Gewebes. Auch die durch Reibung der Kleidung an dem Bezug entstehenden Knötchen gehören dazu. Werden die Pills von außen verursacht, spricht man von Fremdpilling. Eine Veränderung des Bezugsstoffs ist schon nach kurzer Nutzung möglich. Um den optischen Eindruck zu verbessern, bieten Fusselrasierer eine gute Hilfe. Sie entfernen die Pills, ohne dass die Haltbarkeit des Stoffes beeinträchtigt wird.
3. Eine weiche Polsterung für bequemen Komfort

Statt von straffer Polsterung, wie sie vorwiegend bei Stühlen, Bänken und Stilmöbeln Verwendung findet, sind Garnituren heutzutage von eher legerer Polsterung. Auf diese Weise sitzt man in einem weichen Polster, das sich je nach Sitzposition dem Körper anpasst. Das typische Einsinken gibt es bei straffen Polstern nicht. Durch die Dehnung der Materialien bei regelmäßiger Nutzung verstärkt sich die legere Optik. Die leicht gewellte Oberfläche der Polster ist kein Qualitätsmangel, sondern vom Hersteller so gewollt. Der Effekt des Einsinkens kann vor allem bei Ledergarnituren beobachtet werden. Da Leder ein natürliches Material ist, verändert es seine Struktur. Die typischen Kuhlen gehören zum Bild der Couch. Stilmöbel fallen optisch durch ihre Gradlinigkeit auf. Der Sitzkomfort auf strafferen Polstern lädt nicht unbedingt zum längeren Verweilen ein, da das typische Gefühl, in ihnen zu versinken, fehlt.

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Vor allem bei Elementen mit unterschiedlicher geometrischer Form ist eine gleichmäßige Unterfederung nicht immer möglich. Das liegt an dem warentypischen Herstellungsverfahren industrieller Fertigung. Das Gefühl, je nach Sitzposition eine andere Sitzhärte zu erleben, entsteht durch Toleranzen im Raumgewicht der Polster bei der Herstellung. Sitzhärten-Differenzen innerhalb einer Polstergruppe entwickeln sich mit fortschreitender Zeit der Nutzung. Dafür ist vornehmlich das Körpergewicht der Nutzer verantwortlich. Auch die Häufigkeit der Nutzung kann Sitzhärteunterschiede begünstigen. Dieses „Einsitzen“ der Polsterung ist ein normaler Prozess. Um innerhalb einer Sitzgruppe große Unterschiede bei der Sitzhärte zu vermeiden, empfiehlt sich von Zeit zu Zeit eine Änderung der Sitzposition.
4. Ausbleichen nicht erwünscht: Licht- und Farbechtheit der Bezüge

Der tägliche Gebrauch verlangt Polstermöbeln eine Menge ab. Um sich ein Bild von den Gebrauchsqualitäten einer Sitzgruppe zu machen, gibt es eine Reihe von messbaren Kriterien:
Scheuerbeständigkeit

Die Widerstandsfähigkeit eines textilen Stoffes gegen Abrieb ist für seine Lebensdauer hauptausschlaggebend. Um hier darstellbare Werte zu erhalten, unterziehen Hersteller Polstermöbel dem Martindale-Testverfahren. Dieser Test simuliert die tägliche Nutzung über einen langen Zeitraum. Dabei wird der Stoff mit einem bestimmten Gewicht belastet und gegen wechselnde Stoffe gerieben. Der Test ist erst beendet, wenn der jeweilige Stoff verschlissen ist. Ein messbares Ergebnis ergibt sich durch die Anzahl der Scheuertouren (Umdrehungen), die bis zum Verschleiß des Stoffes gezählt werden. Zusätzlich ist die Scheuerbeständigkeit von der Polsterung des Stoffes abhängig. Je straffer die Polsterung, desto höher die Scheuerbelastung.
Pillbildung

Vorwiegend Flachgewebe neigen zur Bildung von kleinen Knötchen an der Oberseite des Stoffes. Dabei lösen sich feine Faserteile von der Oberfläche ab und verbinden sich miteinander. Auch dieser Wert kann mit einer Martindale-Prüfmaschine ermittelt werden.
Lichtechtheit

Die Resistenz eines Stoffes gegenüber der Einwirkung von Licht bezeichnet man als Lichtechtheit. In der Regel sind dunkle, gedeckte Farben und Kunstfasern weniger anfällig gegenüber Lichteinwirkung. Verhindern kann man ein Ausbleichen des Materials auf Dauer nicht. Vor allem Sonnenlicht verändert Stoffe. Um einem frühen Ausbleichen vorzubeugen, sollte man die Jalousien und Vorhänge besonders bei Sonnenschein schließen. Vor allem naturbelassenes Leder und weitere natürliche Bezugsmaterialien weisen schon nach kurzer Zeit farbliche Veränderungen auf.
Abriebfestigkeit

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Mit Farbechtheit ist nicht das von Textilien verursachte Abfärben auf die Couch gemeint. Dabei handelt es sich um einen Mangel des Bekleidungsstoffes.

Wenn nicht farbechte Stoffe beim Gebrauch der Couch auf die Kleidung abfärben, ist das mehr als ärgerlich. Dieses Problem tritt zum Glück nicht sehr häufig auf. Lediglich dunkle, intensive Töne können in der ersten Zeit nach dem Kauf der Möbel etwas Farbe abgeben. Die meisten der Materialien sind heutzutage relativ farbecht. Verfärbungen an der Bekleidung lassen sich in der Regel durch Abreiben mit destilliertem Wasser und Neutralseife entfernen.
5. Entscheiden Sie sich für leicht zu reinigende Möbel

Gerade wenn die Couch für die Familie der Mittelpunkt der Wohnung ist, machen sich bereits nach kurzer Zeit Gebrauchsspuren bemerkbar. Dagegen ist die tägliche Staubbelastung für Bezüge nur nebensächlich. Eine Reinigung ist bei einer Ledergarnitur kein Problem. Mit wenig Aufwand sieht die Garnitur wieder aus wie neu. Etwas pflegeintensiver sind Polstermöbel aus textilen Stoffen. Wer sie jedoch richtig pflegt, hat lange Freude an seiner Sitzgarnitur. Beim Kauf einer Polstergarnitur sollte man sich nach dem Pflegeaufwand erkundigen. Abnehmbare Bezüge lassen sich leicht waschen. Besonders praktisch sind Möbelbezüge mit mehreren Reißverschlüssen, die in einzelne Teile zerlegt werden können. Dadurch passen sie in jede Waschmaschine. Rotwein, Kaffee oder Schokolade – pflegeleichte Bezüge erleichtern die Reinigung und sparen langfristig Kosten.
Gut informiert vor dem Möbelkauf

Bei der Anschaffung neuer Sitzmöbel sollten Sie einiges bedenken. Wofür wird die Couch genutzt? Für eine Sitzgruppe, die im Gästezimmer platziert wird, gelten andere Anforderungskriterien als für eine Wohnzimmercouch. Die Qualität des Modells zeigt sich in der Konstruktion, Verarbeitung und den verwendeten Materialien. Je nachdem, wie intensiv das neue Möbelstück verwendet wird, ist es ratsam, auf besonders strapazierfähige Stoffe Wert zu legen. Achten Sie beim Aufstellen darauf, einen Platz zu wählen, der nicht direkt mit Sonnenlicht beschienen wird. Die Kraft der Sonne wird durch das Fensterglas noch verstärkt. Die Folge sind Bezüge, die schnell und eventuell ungleichmäßig ausbleichen. Letztendlich tragen auch Stoffe mit einem geringen Reinigungsaufwand zu einem guten Handling Ihres Sofas bei. Waschbare Bezüge sind vor allem für Allergiker die erste Wahl. An qualitativ hochwertiger Ware werden Sie lange Freude haben.



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